Hallöchen Allerseits!
Heute gibts wieder mal volle Kanne was zum angucken. Wie der Titel schon sagt gehts hier um ein Mikrofon-Prototyp für ein paar Kopfhörer. Da ich schon seit ewig und drei Tage meine Sennheiser HD 490 besitze und durch Teamspeak, Skype etc. pp immer mal wieder ein Mirkofon brauche, habe ich bereits vor 2 Jahren angefangen einen Mirkofon-Arm zu modellieren. Er sollte so gebaut sein, dass er später einfach an meine Kopfhörer anzubringen ist. Sicher fragt ihr, warum ich 2 Jahre dafür gebarucht habe. Nun, in diesen 2 Jahren habe ich einige Mirkofone ausprobiert und sah eigentlich kein Bedarf darin mir solche Mühe für ein schlichtes Mirko zu machen. Vor einigen Wochen nahm ich dann mein altes angefangens Stück Super Sculpy und machte es fertig.
Zur Form: Wie oben schon geschrieben, sollte es perfekt an meine Kopfhörer passen. Ein einfaches Stück Rohr oder andere einfache Formen sind mir ehrlich gesagt viel zu langweilig, wenn man eh alles machen kann, was man möchte. Das Mirko sollte aussehen wie ein Alienarm – knochig, muskulös und irgendwo ekelig
Während andere schon bei der Serie Supernatural zusammenzucken, wenn sie einen gut geschminkten Darsteller sehen, möchte ich mit meinem Arm lediglich aufzeigen, was man mit ein bisschen Fantasie selber machen kann.
Okay, weg mit dem ganzen Text, hier kommen erst mal paar Bilder
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Als ich dann damit fertig war machte ich ein Meridian-Abdruck in Knet-Silikon (2 Hälften die genau ineinander passen; Kante ist relativ an der Mitte des Objekts gehalten). Das ist eine Art Silikon, das man mit einer Paste vermischt bzw. durchknetet und an ein Modell andrücken kann für einen Abdruck. Das ist eine gute Alternative zum flüssigen Silikon, wovon man für diese Abformung mehr benötigt hätte. Die Ränder habe ich zum Schluss noch etwas gesäubert.
Nun, da ich eine gute Form hatte, musste ich mir Gedanken machen, in was ich meinen Arm giessen wollte. Vor einiger Zeit hatte ich im Newsletter von Kaupo gelesen, dass sie giessbares Plastik für Prototypen im Sortiment aufgenommen hatten. Danach suchte ich und fand die Serie Smooth Cast von der amerikanischen Firma Smooth On. Dieses giessbare Palstik besteht aus 2 Komponenten, welche man gut miteinander vermischen muss. Dadurch entsteht eine Reaktion beider Stoffe miteinander und die Flüssigkeit wird hart. Für meine Ansprüche reichte mir das Smooth Cast Quick vollkommen aus – in 3 Minuten zum Prototypen. Als ich es bekam machte ich erst einmal ein paar Proben, um zu sehen wie lange es in flüssiger Form bleibt, wann sie hart wird und wie sich das fertige Plastik verhält. Als ich mich für eine halbe Sekunde nach dem Verrühren umdrehte um mir die Finger zu säubern, war ich erstaunt wie schnell es aushärtete. Nach einem kurzen Blick auf die Packungsbeilagen auf deutsch und original-englisch, las ich einen Übersetzungsfehler: im Deutschen stand 1 Minute Topfzeit und im Englischen 30 Sekunden! Naja, kann man halt nix für
Weiter im Text. Was ich super an diese Smooth On Produkte aus den USA finde, ist die Verpackung. Es sind immer die selben Plastikflaschen; und im Vergleich zu deutschen Produkten sind sie immer versiegelt. Nebenbei bekommt man immer so hübsche Papiere dazu, wie gefährlich und krebserregend die Dinger sein können und was man tragen müsste. Versteht mich nicht falsch, aber ich habe da schon so einige Erfahrungen gesammelt und weiss mit dem Zeug umzugehen. Also bitte nicht leichtsinnig mit solchen Anweisungen umgehen.
Hier mal paar Bilder zur Verpackung:
Ehrlich gesagt war ich ziemlich erstaunt, welche Eigenschaften dieses Plastik hatte, da es sich wohl nur um ein PU-Harz handelte – dennoch verhielt es sich wie eine Plastiktüte. Ich konnte meinen Finger reindrücken und es dehnte sich. Sehr nice das Zeug.
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Nun komme ich zum Giessen: Der Arm sollte hohl sein, damit er nicht nur leicht, sondern auch die Möglichkeit bieten sollte, die Mirkofonkabel sauber durchzuführen. Da das Mic dann später in der Hand des Arms liegt, müssen die Kabel im Inneren hinten durch den Oberarm zur Hand durchgeführt werden. Damals wollte ich das Ding fast wie ein Fabrikteil haben und die Naht dann später bearbeiten. Allerdings ist so etwas schwerer umzusetzen und ich hätte den Originalarm runterschleifen müssen. Das klingt erst einmal verwirrend für Anfänger, aber genau so wird es normal gemacht, wenn man eine gewisse Dicke des Objekts haben will. Pro Hälfte einen Abdruck von dem Äusseren und eine Einlage. Der Abstand zwischen der Äusseren Oberfläche zur Einlage enspricht dann genau die Dicke des später ausgegossenen Objekts. Zusammengeführt spritzt man dann das Plastik durch eine Öffnung. Eine Weitere Öffnung am anderen Ende sorgt dann dafür, dass es Blasenfrei im Zwischenraum läuft. Das ist die normale Vorgehensweise, die ich aber nicht haben wollte, da ich den Originalarm behalten wollte und es nicht umständlicher machen wollte, als es eh schon war.
Doch bevor ich irgendwas in die Silikonabrücke reingoss, nahm ich das Isoliermittel Ease Release 200, damit war ich mir sicher, dass es gut herauskam.
Ich für mich entschied ein Loch an der Schulter zu nehmen, um das Plastik dort einfliessen zu lassen und es innerhalb von 30 Sekunden solange zu schwenken, bis es aushärtet. Dabei habe ich es in den letzten paar Sekunden über Kopf gehalten, damit er Rest wieder herausläuft. Da es so einfach nicht war, musste ich diesen Vorgang 3mal wiederholen, bis mir die Wandstärke passte. Noch am gleichen Tag holte ich das fast fertige Objekt heraus und schliff den Gußgrat ab; mache noch paar Feinheiten an der Hand und den Fingernägeln. Das Ergebnis war erstaunlich gut gelungen fürs erste Mal. Das Objekt war genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte.
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Die nächsten Tage werde ich mir dann etwas Kunststoffhaftgrund zum Sprühen und schwarzen Mattlack besorgen.
Hier das Update:
Nachdem ich Kunststoffhaftvermittler und schwarze Grundierung aufgetragen hatte, machte ich mich mit der Airbrush an die Arbeit.
Da ich das Ding gerne Alien-/The Thing- Ähnlich aussehen lassen wollte, kaufte ich mir zuvor ein paar Farben, die meinem Geschmack und der Farbvorstellung entsprachen.
Als ich mit dem Ergebnis zufrieden war, trug ich eine dicke Schicht klares Finisch auf, um dem Ekel-Effekt beizutragen. So sieht das gute Teil schön feucht und schleimig aus.
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